Der digitale Teenager

von Jennifer Lenke

Das Leben ohne technische Geräte ist heutzutage undenkbar. Wenn man genau auf den Alltag schaut, sieht man wie viel sie unser Leben eigentlich beeinflussen, obwohl uns die Häufigkeit der Benutzung dieser Geräte gar nicht immer so bewusst ist.

Am Morgen

Werfen wir einen Blick auf den typischen Tagesablauf eines Teenagers:

Der Tag beginnt bereits mit einem technischen Gerät: dem Wecker.

Egal ob eine Uhr mit Weckfunktion, ein digitaler Wecker oder das Handy; der Tag beginnt mit Technik.

Der Teenager wirft dann natürlich, nachdem er von seinem Wecker geweckt wurde, zunächst einen Blick auf sein Handy um die Nachrichten zu lesen, die über Nacht so bei ihm angekommen sind.

Ist dies abgeschlossen, begibt er sich ins Bad, wo ihm die elektrische Zahnbürste sagt, wann er sich die Zähne gut und lang genug geputzt hat. Während er sich fertig macht, spielt er Musik von seinem Handy über die Boxen ab, die in Bad und Kinderzimmer verteilt sind.

Der Prozess des morgens-Aufstehens wird also schon von technischen Geräten bestimmt.

In der Schule

Doch auch auf dem Weg zur Schule und in der Schule selbst finden sich noch mehr dieser Dinge.

Das technische Kartenlesegerät für das Busticket, die Musik-App die über Kopfhörer auf dem Handy läuft, die Schulglocke, die den Schülern und Lehrern das auf-die-Uhr-achten erspart, der Computer für Recherchen (der irgendwann die Bibliothek ersetzte, aber durch YouTube, Wikipedia und Co. einfach sehr viel spannender ist), der Beamer, mit dem die Präsentationen der Schüler an die Wand projiziert werden, sowie das Handy mit dem sich die Schüler untereinander heimlich Bilder hin- und herschicken, obwohl dies im Unterricht eigentlich verboten ist.

Geht der Teenager in seinen Pausen dann noch ab und zu mit seinen Freunden in den Supermarkt, sehen wir den Pfandautomaten, die Kühlfächer, den Scanner für die Lebensmittel, der jedes Mal piept wenn die Ware übers Band gezogen wird und der Kassiererin sagt, wie teuer die Flasche Cola ist.

Am Abend

Nachdem der Tag in der Schule geschafft ist, findet sich der Teenager meistens zuhause vor dem eigenen Computer während er mit Freunden über Skype zusammen ein Computerspiel spielt, vor dem Fernseher, oder am Handy.

Währenddessen dimmt der Computer, sofern er noch läuft, sein Licht auf schlafförderndes Orange herunter, das Handy spielt Einschlafgeräusche ab, die Smartwatch überwacht den Schlaf und weckt am Morgen mit Musik.



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