Meine Schreibblockade

von Erdmute Dietmann-Beckert

Seit ein paar Jahren schreibe ich für das online-journal. Irgendwann ist mir immer zu dem gegebenen Thema etwas eingefallen. Das war leider heuer nicht der Fall. Ich habe der Redakteurin geschrieben und sie meinte: „Schreib darüber.“

Also habe ich mich an den PC gesetzt und erst einmal geschaut, was andere Leute, die in einer ähnlichen Situation sind, machen. Ich bin erstaunt, wie viele Menschen das kennen und wie sie damit umgehen.
In einem Beitrag über Schreibblockaden schreibt jemand, dass er oder sie einfach angefangen habe zu schreiben.
Für mich stellt sich dennoch die Frage: worüber? Ich entscheide mich nicht für, was ich gelesen habe, sondern dafür, was ich gerade gesehen habe.

„La La Land“

Ich war im Kino und habe mir den Film, der zur Zeit in den Kinos läuft, angeschaut. Die Hauptdarsteller sind Mia, die verhinderte Schauspielerin, dargestellt von Emma Stone und Sebastian, der noch nicht arrivierte Musiker, gespielt von Ryan Gosling. Beide suchen auf ihre Weise, in ihrem Traumjob Anerkennung zu finden: Sie als Schauspielerin, er als Pianist in einer Band.
Sebastian hat Erfolg. Er wird Mitglied einer jungen Band und geht auf Tournee. Mia muss zunächst weiter davon träumen, erfolgreich Theater zu spielen. Jemand rät ihr, Stücke zu schreiben. Damit hat sie Erfolg. Sie ist als Autorin anerkannt.
Am Ende des Films hat sie außerdem Kind und Mann.
Das Hauptthema des Films aber ist der Tanz. Der hebt die beiden Darsteller in andere Welten und nimmt den Zuschauer mit. Sie tanzen in der Landschaft, sie tanzen vor und auf einer Parkbank, sie tanzen in einem Planetarium und schließlich tanzen sie in der Schwerlosigkeit, weit abgehoben von der Erde.
Viel später führt sie die Erinnerung daran aus der Gegenwart einer unerwarteten Begegnung noch einmal in die Traumwelt des Tanzes. Noch einmal erleben Mia und Sebastian im Tanz die Leichtigkeit und das Glück der Harmonie, die Schwerelosigkeit, die Vollkommenheit der Bewegung, das abgehoben Sein aus der Wirklichkeit.

Zum Schluss

Der Film wird in vielen Rezensionen hoch gelobt. Ich habe die Tanzszenen besonders geschätzt. Da ist viel Harmonie, Leichtigkeit, Freude an der perfekten Bewegung. Das Eheglück mit Kind und Mann am Ende wäre für meinen Geschmack überflüssig.

Dokumentation

Magir Aboul-Kheir. Schwerlos und doch geerdet. Rezension des Musicals, in SüdWestPresse Ulm, 12. Januar 2017.
https://www.film-rezensionen.de/2017/01/la-la-land/
http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2013/10/16/profi-strategien-gegen-schreibblockade/.2017.
http://www.master-and-more.de/schreibblockade-ueberwinden.html.2017.
http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2011-08/schreibblockade-hausarbeiten. 2017.

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