Die „souveräne Leserin“

von Antje Hirschberg 

Bei der Lektüre von Alan Bennetts Büchlein „Die souveräne Leserin“ (s.u.) spürte ich sofort, dass mich etwas verbindet mit seiner Protagonistin, der Queen. Was ist es?

Weiterlesen …

E-Book

von Bernhard Peitz

Das E-Book erfreut sich zunehmender Beliebtheit, aber was versteckt sich hinter diesem Begriff? Was sind die Erfolgsfaktoren und was ist bei der Anschaffung der Hard- und Software zu beachten?

Weiterlesen …

Jule lernt Lesen und Schreiben

von Horst Hoppe

Jule wurde 2015 an einer Waldorfschule angemeldet. Da saß sie nun Ende August mit weiteren 35 Mitschülern in einer Klasse - betreut von zwei Lehrerinnen - und lernte die Buchstaben nach einer Anlaut-Tabelle.

Zu Weihnachten 2015 schrieb sie diesen Text mit Bildern an ihre Oma, getreu dem Motto ihrer Lehrerin: Schreib, wie Du sprichst:

Weiterlesen …

Kinder, Bücher, Lesepaten

von Dieter v. Lüpke

Es ist 8.30 h. Eine Horde von Kindern stürmt vom Schulhof in den Vorbereich der Klassenräume. Rucksäcke, Schulranzen, Beutel und Federmäppchen fliegen durch die Luft.

Weiterlesen …

Lesen ist mehr als Buchstaben zu kennen

von Antje Liemen

Lesen und schreiben ist eng miteinander verwoben. Ein Kind prägt sich beim Lesen das Schriftbild der Wörter ein, die Bedeutung der Wörter, der Wortschatz wird quasi nebenbei vergrößert.

Lesen

Der Lesende lernt verschiedene Schreibstile kennen. Grammatik und Interpunktion schleichen sich ins Unterbewusste ein. Die Phantasie wird angeregt, entwickelt sich. Kurz: Lesen wirkt sich positiv auf das Gehirn aus.

Je mehr ein Kind liest, je mehr es in die verschiedenen Bereiche der Literatur hineinschaut, umso größer ist die Wirkung des Lesens.

Und so ganz „unbeabsichtigt“ erschließt sich ihm eine andere Welt.

Ferne Länder, fremde Menschen, ja sogar das All, rücken ganz nah heran, schlüpfen abends mit unter die Bettdecke, und eine Reise in unbekannte Welten beginnt. Und wenn es aus diesen Welten wieder auftaucht hat es sich Wissen angeeignet, dass in keiner Schule gelehrt wird. Im Positiven wie im Negativen.

Anleitung und Vorbild

Greift ein Kind von allein zu einem Buch? Vielleicht. Bleibt es dabei? Ich denke, das passiert eher selten. Auch das Lesen bedarf der Anleitung und des Vorbildes.

Bekommt bereits das Baby Bücher und „liest“ mit den Eltern, Großeltern, Geschwister..., sieht das Kind, das Eltern regelmäßig zum Buch greifen, Zeitung lesen dann ist es doch wahrscheinlich, dass auch das Kind lesen wird. Und dies beibehält.

Und wenn dann in der Schule Lehrer sind, die es verstehen den Kindern Sinn und Nutzen von Büchern begreiflich zu machen und auch, dass Lesen Spaß macht...Ja dann ist eine Leseratte geboren.

Meine eigene Erfahrung

Ich hatte Glück. Bei uns zu Hause gab es viele Bücher, meine Eltern lasen viel. Monatlich kam ein neues Buch vom Buchclub. Lesen durfte ich alles. Jedenfalls was im Bücherschrank frei zugänglich war. In der Kinderbücherei war ich Stammgast.

Meine Liebe zum Buch hat sich bis heute gehalten. Natürlich habe ich inzwischen auch einen Kindl. Es ist ganz einfach praktisch auf Reisen oder im Wartezimmer eines Arztes. Ich muss keine Bücher - im Urlaub mehrere – mehr mit mir herumtragen.

Mein Geschichtslehrer

Meinen ersten Geschichtslehrer will ich hier nicht unerwähnt lassen. Er verstand es, uns vergangene Welten an Hand von Bildern und Erzählungen nahe zu bringen. In meiner Erinnerung fest verankert sind die Bücher von Ludwig Renn zum Römischen Reich und den germanischen Stämmen. Wie trefflich beschrieben waren die beiden gegensätzlichen Welten, ihr Kampf gegeneinander und ihre langsame Annäherung.

So gesehen war mein erster Geschichtslehrer Schuld an meinem Lieblingssujet: Genau recherchierte, gut geschriebene Romane über die Vergangenheit. Ehe man sichs versieht ist man mittendrin in einer vergangenen Zeit und taucht wieder auf mit dem Wissen um Menschen einer anderen Epoche, ihrer Umgebung, ihrer Lebensumstände, ihrer Arbeitswelten.

 

Es freut mich ungemein, dass meine Enkelin mit ihren 2 Jahren ihre Bücher über alles liebt. Wenn sie sich mit Kuscheldecke, Kuscheltier und aktuellem Lieblingsbuch neben ihre Mama setzt und liest – einfach nur schön und Anlass zu Hoffnung.

Vom Lesen und Schreiben

von Maja Prée

Nicht jeder liest gern. Gebrauchsanweisungen sind oftmals sehr langweilig und man probiert es ohne aus. Manchmal geht das schief. Beipackzettel bei Medikamenten liest man ungern. Warum etwas über Nebenwirkungen lesen, wenn man gesund werden will? Doch ein Buch? Das ist etwas ganz anderes!

Weiterlesen …

Lesen pro und contra

von Ute Lenke

Lesen ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen vor allem der älteren Generationen, für die nicht mehr die Pflichtlektüre von Schule, Ausbildung oder Beruf, sondern das freiwillige, genussvolle Lesen im Vordergrund steht. „Lesen bildet“ sagt man, aber auch: „Bildung ist Macht“. Im Idealfall macht Lesen aus unmündigen Bürgern denkende, kritische Zeitgenossen, die sich gegen Unrecht, Elend und Missbrauch der Herrschaft auflehnen.

Weiterlesen …

Die Welt aus dem Buch

von Inga Engels

Ich habe mich stets darüber gewundert, warum als ein Zeichen des Entwicklungsstandards stets auch die Alphabetisierungsrate herangezogen wird. Und warum man sich Sorgen machen muss, wenn in einem Industriestaat die Zahl der Analphabeten (oder Menschen, die nicht gut schreiben und lesen können) wieder ansteigt. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, so ist die Fähigkeit zu lesen eine Macht. 

Anfänge des Lesens

Lesen habe ich schon im Kindergarten gelernt – dank meiner Schwester, die schon in die Schule ging, und meiner Familie, für die das Lesen eine wichtige Freizeitbeschäftigung war. Nach den ersten zögerlichen Versuchen hat mir meine Mutter eine ganze Reihe von Büchern in unserem Regal gezeigt und gesagt – dies sei etwas für mich. Es waren mehr als 20 Bücher – alles Märchenbücher aus verschiedenen Ländern der Welt. So habe ich in meiner Kindheit mit einem Teppich fliegen können und dem Gin Wünsche aussagen. Oder die Bedeutung einzelner Reiskörner kennenlernen. Und dass es auch Kastanien gibt, die man essen kann.

Kinder- und Jugendbücher

Nach den Märchen folgten weitere Kinder- und Jugendbücher. Das Lesen fand ich auch stets spannender als die Filme anzuschauen – die Filme waren für mich eher eine Enttäuschung, da die Personen meist anders aussahen als in meiner Vorstellung, zudem war die Erzählung stets verkürzt oder verdreht. Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich „Ronja Räubertochter“ noch nicht als Film gesehen habe.
In einem der Bücher gab es eine längere Geschichte über einen Jungen, der verkauft wurde und mit seinem neuen Herrn stets unterwegs war. Es war ein guter Herr – sie haben ihren Lebensunterhalt durch gemeinsame Auftritte und die daraus entstandenen Spenden der Zuschauer bestritten. An einem Tag meinte der Herr, dass bis zu der nächst größeren Stadt nur noch ein Fußmarsch von halbem Tag geblieben sei. Da wunderte sich der Junge, wie sein Herr dies wüsste, da er doch hier noch nie gewesen sei. In dem Moment hat der Herr verstanden, dass der Junge nicht lesen kann – so konnte er keine Wegweiser und Schilder lesen. Damals habe ich mir versucht vorzustellen, wie wohl ein Leben sein soll, ohne die Möglichkeit das geschriebene Wort zu lesen

Die Vielsprachigkeit der Bücher

Ich habe stets begeistert mit meinem Vater über die verschiedenen Bücher, die ich gelesen hatte, gesprochen. Besonders gerne hatte ich die Bücher, in denen die Handlung in Italien oder Spanien waren – die schönen mediterranen Landschaftsbeschreibungen oder die interessanten Beschreibungen von Speiselokalen wie „Trattoria“. Mein Vater meinte dann stets – eine Sprache, ein Land werde ich wirklich lernen können, wenn ich die Bücher auch wirklich in der Originalsprache lesen werde.
Und dies geschah auch etwas später. Mein erstes deutschsprachiges Buch war eine Geschichte über Barbie. Für mich war es eigentlich eine Qual – schwer zu verstehen, anstrengend zu lesen. Aber ab dann habe ich wirklich angefangen, Bücher auf Deutsch zu lesen. Und da habe ich die Schönheit der Originalsprachen gelernt („Faust“ oder „Blechtrommler“ würde ich nie mehr versuchen in meiner Muttersprache zu lesen).
Irgendwann folgte auch ein Harry Potter Buch auf Englisch, einige Kurzgeschichten auf Italienisch. Selbst in Russisch habe ich versucht einen Krimi zu lesen (und leider versagt).

Lesen ist Wissen

Heutzutage lese ich Bücher in Deutsch und Lettisch. Manchmal nehme ich mir die Zeit und versuche die Nachrichten zudem in Italienisch, Russisch oder Kroatisch zu entziffern. Es ist anstrengend und nimmt viel Zeit in Anspruch. Aber es ist Wissen. Und es ist ein Spiegel der Gesellschaften - wenn ich ein heiß diskutiertes politisches Thema aus vielen Blickwinkeln beleuchten möchte, so komme ich nicht umhin auch international zu lesen.