Pieter Breughel der Ältere: Die Kinderspiele

Von Erna Subklew

Beim Auswählen des Themas des jetzigen LernCafes fiel mir ganz spontan das Bild „Kinderspiele“ von Pieter Breughel ein. Das Bild war einmal Unterrichtsgegenstand, als ich noch Schülerin war, ich kann nicht mehr sagen in welcher Klasse.

Das Bild

Damals und auch heute gibt es zwei Dinge, die mich bei diesem Bild ungeheuer beeindrucken, die vielen Menschen, die der Maler auf dem Dorfplatz zusammenbrachte und die Tätigkeiten, die sie durchführen, nämlich spielen.

Die vielen Menschen, es sind über 200, die auf dem 115cm x150cm großen Bild untergebracht sind, welche Fülle. Bei den meisten Figuren erkennt man, dass es sich um Kinder handelt, aber das merkt man eigentlich nur durch ihre Größe. Aufgrund ihrer Kleidung kann man es nicht erkennen. Es gibt mehr als doppelt so viele Jungen, später las ich, dass es 168 Jungen und nur 78 Mädchen sind. Damals hat mich dies nicht erstaunt, heute frage ich mich, warum sind weniger Mädchen beim Spielen beim Johannisfest?

Die Gesichter der Kinder sind nicht sehr gut ausdifferenziert, aber man sieht es ihren Bewegungen an, dass sie viel Spaß haben.

Die Spiele

Alternativer Text

Kenner sagen, dass 80 Spiele dargestellt sind und einige von den Spielen bereits im Altertum bekannt gewesen seien. Die meisten dieser Spiele kannte ich. Viele von ihnen spielten auch wir noch.

So gab es die Kreisel, je nach Gegend auch Dobsch oder Driesel genannt, die Reifen, Windräder, Steckenpferde und Puppen, mit denen auch wir noch spielten. Auch die Kreisspiele, Nachlauf und Verstecken gehörten zu unserem Repertoire, ebenso wie Blinde Kuh.

Als Lehrerin in den 70er und 80er Jahren sah ich die Schüler noch etliche dieser Spiele in der Pause auf dem Schulhof spielen. Sind sie auch noch unseren heutigen Kindern bekannt? Vielleicht gehört zu den Spielen von damals ein großer Platz oder die Straße.

Für die Großeltern ist es aber sicherlich eine schöne Aufgabe, mit ihren Enkeln zusammen, einmal das Bild „Die Kinderspiele“ anzusehen und darüber zu sprechen oder wenn sie in Wien sind, sich das Bild im Kunsthistorischen Museum Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, Österreich anzusehen (Im Augenblick geschlossen).

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