Harry Potter und das verwunschene Kind

von Inga Strode

Harry Potter kennen doch bestimmt viele Bücherfreunde. Aber ein Theaterstück über Harry Potter? Es gibt dies in der Tat, und die Erzählung überrascht mit unerwarteten Ereignissen.

Vor einiger Zeit ist mir das Buch „Harry Potter and the Cursed Child“ sozusagen in die Hände gefallen – ein Sportkollege hat mich gefragt, ob ich denn das 8. Buch von Harry Potter kenne. Er habe das Buch, habe es auch gelesen und fand dieses recht interessant. Zumal die Art und Weise, wie das Buch geschrieben sei, sei komplett anders als die vorhergehenden Bücher.

Natürlich kannte ich die Bücher von J.K. Rowling über Harry Potter. Ich habe alle sieben Bücher gelesen, davon das dritte Buch zum zweiten Mal sogar in englischer Sprache.

Über das „8. Buch“

Und nun wagte ich mich an ein neues Buch in englischer Sprache. Dieses Buch „Harry Potter und das verwunschene Kind“ stammt nicht von J.K. Rowling, sondern von Jack Thorne. Es fängt auch nicht mit der typischen Erzählung an „Harry Potter was an unusual boy.“ [Harry Potter war ein außergewöhnlicher Junge]. Natürlich ist Harry auch kein Junge mehr. Der Unterschied besteht auch größtenteils darin, dass die Personen in diesem Buch stets selbst sprechen – denn das Buch ist in Form eines Theaterstücks geschrieben. Eine kurze Recherche im Internet hat ergeben, dass es zunächst eine Theateraufführung gab, und dann einen Tag später wurde dieses Buch herausgegeben. Es ist das tatsächliche Theaterstück so wie dieser aufgeführt wurde.

Über den Inhalt

Wie bereits Kenner von Harry Potter erahnen können, ist er in dieser Geschichte ein Erwachsener. Er ist ein Vater von 3 Kindern. Und – er ist nicht die Hauptperson dieser Geschichte, sondern eigentlich sein jüngster Sohn Albus Severus. Zum Anfang des Bucher fährt Albus zum ersten Mal nach Hogwards in die Schule. Die gesamte Erzählung umfasst mehrere Jahre, und zeigt somit die Entwicklung der Charaktere sowie deren Beziehung zueinander über eine längere Zeitspanne.

Viel mehr zu den Handlungssträngen möchte ich nicht verraten – ich möchte die eigene Entdeckungsfreude der möglichen Leser nicht schmälern.

Was man aus diesem Buch lernen kann

Die bisherigen Erzählungen über Harry Potter haben meistens eine relativ einfache ethische Erzählung gehabt – es gab die Guten und die Bösen, die jeweils für ihre Sache gekämpft haben. Manchmal wurden auch die Guten verhext oder getäuscht, die Bösen haben sich auch teilweise verstellt, jedoch waren die Lager stets klar.

Dieses Buch zeigt auf, dass manche vermeintlich gute Entscheidungen auch falsch sein können. Es zeigt aber, dass manche vermeintlich falsche oder gar verbotene Vorgehensweise oder Verbindungen nicht tatsächlich so sind – sie sind in den Köpfen so festgelegt worden. So wird beispielsweise auch mit dem Thema gespielt, ob Zauberer aus dem Hause Slytherin zu den Guten gehören können – die vorhergehenden Bücher haben die dunkle Seite dieses Hauses deutlich gezeigt.

Theater-Tage

Während meiner Schulzeit wurden sogenannte Theatertage gefeiert – mit einer eigenen Theateraufführung seitens der Schüler. In der 6. Klasse hat unser Klassenlehrer entschieden, dass wir den „Kleinen Prinz“ aufführen werden. Bis dahin kannte ich das Buch nicht, durch das Vorbereiten des Theaterstückes habe ich die einzelnen Dialoge auswendig lernen müssen. Und dabei hat mir auch mein Lehrer stets geraten nicht nur den „Text“ zu lernen, sondern auch über die Inhalte nachzudenken.

Das Buch „Harry Potter und das verwunschene Kind“ zeigt neben den von mit erwähnten Herausforderungen auch die Themen Generationen-Konflikt sowie Mobbing auf. Es zeigt auch, wie schwer das elterliche Erbe in Form einer Vorverurteilung oder Erwartungshaltung wiegen kann. Diese Probleme sind alltäglich, somit wäre das Einstudieren eines solchen Theaterstückes eine gute Gelegenheit für die Schüler sich damit auseinanderzusetzen. Und schließlich wäre es auch eine gute Gelegenheit für Eltern mit ihren Kindern darüber zu diskutieren.

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