Chancengleichheit für Frauen in der Privatwirtschaft

von Hildegard Neufeld

Männer und Frauen sind gleichberechtigt, heißt es im Artikel 3 des Grundgesetzes.      Heute sind Frauen per Gesetz zwar gleichberechtigt, in einigen Bereichen aber noch immer benachteiligt, wie zum Beispiel durch geringere Bezahlung und weniger Aufstiegschancen im Berufsleben.

Ergebnisse

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die 5. Bilanz zur Chancengleichheit der Frauen vorgelegt. Der Bericht zeigt einen Querschnitt der Fortschritte, die Politik und Wirtschaft in den vergangenen Jahren insbesondere in den Bereichen Bildung und Ausbildung, bei der Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und beim Frauenanteil in Führungspositionen erreicht haben.
Die Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung haben dazu ebenso beigetragen wie das große Engagement von Unternehmen und Tarifpartnern für eine familienfreundlichere Arbeitswelt.

Steigender Frauenanteil

Bei der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen dokumentiert die 5. Bilanz einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. In nur zwei Jahren hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Dax-30-Unternehmen von 13,63 Prozent auf 21,52 Prozent und in den Vorständen von 2,15 Prozent (2011) auf 7,89 Prozent erhöht (Women on Board-Index vom 15.06.2013).

Unternehmensbündnisse

Um die Entwicklung jenseits der allergrößten Betriebe generell deutschlandweit zu befördern, ist auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2012 mit zehn "Regionalen Bündnissen für Chancengleichheit" das größte Unternehmensbündnis für Frauen in Führungspositionen entstanden.
Rund 100 Unternehmen aus unterschiedlichen Regionen und Branchen - große wie mittelständische, öffentliche wie private - entwickeln betriebsindividuelle Ziele zur Erhöhung ihres Frauenanteils in Führungspositionen. Eingebunden sind auch die Spitzen der Kommunalpolitik, insbesondere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte.

Initiativen der Bundesregierung

Vor zwölf Jahren hatten die damalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard
Schröder und die Spitzenverbände der Privatwirtschaft die Vereinbarung "Zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft" geschlossen. Seitdem wird alle zwei Jahre die Bilanz Chancengleichheit veröffentlicht. Konkrete Zielvorgaben einzelner Unternehmen für mehr Frauen in Führungspositionen gibt es allerdings erst, seitdem die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den Kreis der
Dax-30-Unternehmen für eine entsprechende Initiative gewinnen konnte.

Weitere Informationen sowie die 5. Bilanz Chancengleichheit finden Sie unter
http://www.bmfsfj.de

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