Ein Haus für alle

von Roma Szczocarz

Im MGH (Mehrgenerationenhaus) “Bednarska“ wachsen Kinder auf, ebenso leben dort ältere und einsame Menschen. Durch das gemeinsame Leben entsteht eine Verbundenheit zwischen den Generationen, mit der sehr gute Erfahrungen gemacht wird.. In diesem Haus treffen bei Aktivitäten die Generationen aufeinander zum gegenseitigen Nutzen und zum sozialen Gewinn für die Kinder wie auch für die Betagten.


Die Geschichte des Hauses

Jugendstilvilla (Foto: Autorin)

Die Geschichte des Mehrgenerationenhauses „Bednarska“ in Lodz
Das Haus in der Bednarska Straße in Lodz hat eine lange Vergangenheit. Es wurde durch den Fabrikanten Ernst Leonhardt (1905) gebaut. Der Fabrikant Ernst Leonhardt stammte aus Großenheim in Sachsen. Am Ende des 19. Jahrhunderts kaufte er in der Bednarska Straße ein Grundstück. Dann baute er, nach dem Entwurf eines unbekannten Architekten, am Rande des Hibner Parks, eine moderne kleine Villa.
Während des Zweiten Weltkrieges hat dort der Oberbürgermeister von Litzmannstadt (Lodz), Werner Ventzki, gewohnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg  beherbergte die Villa einen Kindergarten.

Heute - ein Haus für Alle

Lebenslust (Foto:Autorin)

Am 1. September 2004 hat das Kinderheim Nr. 9 das „Mehrgenerationenhaus Bednarska“ gegründet. Zuerst wurde das Haus völlig umgebaut und seiner späteren Nutzung entsprechend funktional modernisiert. Der Umbau wurde von den Städten Lodz und Stuttgart finanziert. Eigentlich war die Mutter dieser Idee die damalige Bürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Frau Gabrielle Müller- Trimbusch. Aber die Idee hat auch zwei Väter: den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Lodz, Jerzy Kropiwnicki, und den Vorsitzenden der Stiftung “Erinnerung und Zukunft“ Miroslaw Olejniczak, sie unterstützten den Plan. Und so ist aus dieser gemütlichen Villa heute ein Haus für Alle geworden: Die Kinder aus den Kinderheimen, die alten Menschen aus den Alltagshäusern und für Mitglieder der „Stiftung für ehemalige Zwangsarbeiter“ während des Zweiten. Weltkrieges.

Fazit

Lebenslust (Foto:Autorin)

„Es freut mich, dass dieses Haus Vergangenheit und Zukunft verbindet. Das Haus ist ein echtes Symbol der Hoffnung, Versöhnung, Freundschaft, Zukunft und Zusammenarbeit“, so sagte am 5. Oktober 2008 bei einem Besuch des Bürgermeister der Stadt Stuttgart, Wolfgang Schuster, in Lodz.
 

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