Vergangenheit

von Erna Subklew

Zu dem Thema „unterwegs in die Vergangenheit“ gibt es viele Gedichte. Drei davon habe ich herausgesucht, von denen sich viele Leser angesprochen fühlen dürften. Eins davon schrieb unsere Redakteurin Liane Rohn.

Erinnerung

Die fernen Heimathöhen,
Das stille, hohe Haus,
Der Berg, von dem ich gesehen
Jeden Frühling ins Land hinaus,
Mutter, Freunde und Brüder,
An die ich so oft gedacht,
Es grüßt mich alles wieder
In stiller Mondesnacht.
(Joseph v. Eichendorff)

Zurückgeschaut

Der Blick zurück vertane Zeit?
Nachzuschlagen im Buche der Vergangenheit?

Achtlos leg es flugs zur Seite.
Unbemerkt zunächst doch schleichend,
stellt sich das Gestern zögernd ein.
Ungewohnt fühlt sich das Einstmals an.
Das erste Ich schien längst schon abgestreift.

Vorsichtig tastend, voller Bedacht
nimmt mich das einst Erlebte an die Hand,
lässt mich und andere Wesen spüren:
wir Beide werden miteinander leben,
das Gute, Böse, Schöne gemeinsam tragen.
(Liane Rohn)

Erinnere Dich

Erinnere Dich an die Zeit als Kind,
viele Jahre seitdem schon vergangen sind,
erinnere Dich an die Schule, die Du damals gehasst,
erinnere Dich an Gelegenheiten, die Du verpasst,
erinnere Dich an Schönes und Schlechtes,
erinnere Dich an Böses und Rechtes,
erinnere Dich und denke noch weiter,
erinnere Dich, auch die Gegenwart ist heiter.
(Im Internet gefunden ohne Nennung des Autors.)

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