Ahrstraße und Nürburgring

Von Marlis Föhr

Das Ahrtal erhielt seinen Namen nach dem Nebenfluss des Rheins, der in Blankenheim entspringt und bei Remagen- Kripp in den Rhein mündet.

Der Nürburgring

Die 28 km  lange Rennstrecke wurde am 18. Juni 1922 eingeweiht. 1984 wurde die Südschleife eröffnet. Sie galt als die modernste und sicherste Rennstrecke der Welt. Die geringe Besiedlung, Hochflächen und Täler, Steigungen und Gefälle waren die besten Voraussetzungen für eine Rennstrecke und als Teststrecke für die Erprobung neuer Fahrzeug-Typen.
Rudolf Caracciola, in Remagen 1901 geboren, war einer der bekanntesten Rennfahrer seiner Zeit. Er siegte in vielen Grand-Prix -Rennen und musste nach einem schweren Unfall seine Karriere beenden. Ein Denkmal an der Rheinpromenade Remagen erinnert an den unerschrockenen und sicheren Fahrer.
Heute finden neben den Auto- auch Motorrad-, Truck- und Oldtimerrennen auf dem Ring statt. Zu festgesetzten Zeiten können auch andere Straßenfahrzeuge den Ring nutzen. Die Rennstrecke wird immer wieder umgebaut, und für die vielen Besucher werden neue Attraktionen geschaffen.

Autorennen vor und nach dem 2. Weltkrieg

Die Bundesstraße 9 führte in ihren Anfängen durch den Stadtbereich Remagen und erreichte durch eine Unterführung wieder die B 9. Die Ursache war die Rheinische Eisenbahnstrecke, die in Remagen gekreuzt werden musste. Ein Schrankenwärter war dafür zuständig, dass beim Nahen eines Zuges rechtzeitig die Schranken geschlossen wurden. Als Folge ergaben sich immer wieder lange Wartezeiten für Menschen und Autos. Wenn der Autoverkehr zu normalen Zeiten noch mäßig war, so musste man bei Nürburgrennen mit größerem Verkehrsaufkommen rechnen.. Auch die Ahrtal-Eisenbahn profitierte von dem Wunsch vieler Menschen, bei einem Rennen dabei zu sein. Erst nach dem 2. Weltkrieg erlebte ich nach mehreren Umbauten des Rings ein Rennen vor Ort. Die Fahrer in ihren schnellen Rennwagen, die mit Höllenlärm Runde um Runde drehten, waren nicht meine bevorzugte Sportart.

Der Nürburgring heute

Der Ring ist, wie man häufig in der Presse lesen kann, zu einem Ärgernis geworden. Durch viele Erweiterungen, die hauptsächlich das Umfeld betreffen und den Besuchern nutzen sollten, wird immer mehr Geld gebraucht, um diese Maßnahmen zu finanzieren. Da viele Menschen aus der Region vom Ring leben, und andere Arbeitsplätze meist fehlen, ist das Interesse der Bevölkerung in der Eifel an einem weiteren Ausbau groß. Doch Rheinland-Pfalz und private Betreiber streiten weiter um Pachtzahlungen. Man spricht schon von Teilschließungen und Stellenabbau und keine Lösung ist zurzeit in Sicht. Doch noch bleibt die Faszination, die bereits Kaiser Wilhelm mit seinen Plänen für die Rennstrecke zum Ausdruck brachte, für viele Besucher und Nutzer erhalten.

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