Jakobswege

von Roma Szczocarz

Camino de Santiago, Jakobsweg, Drogaśw. Jakuba, so werden die Pilgerwege zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela( Spanien) bezeichnet.
Ein erster Pilgerführer (lat. Liber Sancti Jacobi) entstand schon im 12.Jh.

Der Jakobsweg in Burgos

Der Jakobsweg in Burgos
Zunächst wurden vor allem die Camino Frances, die klassischen Wege der damaligen Pilger von den Pyrenäen zum Jakobsgrab beschrieben.
Die weltweiten Jakobswege sind attraktiv und landschaftlich schön und die Menschen vergessen sehr oft, dass es vor allem um die sinnliche Erfahrungen geht, um einen sinnvollen Weg für das Leben finden. Jeder kann auf diesem Weg suchen und finden, was er will.
Wie Franz Kafka schrieb:
„Wege, die in die Zukunft führen, liegen nie als Wege vor uns.
Sie werden zu Wegen erst dadurch, dass man sie geht.“

Niederschlesische Jakobsweg

Der Niederschlesische Jakobsweg führt vom Glogauer Kolegiat über Jakobskirch nach Görlitz, direkt zur Altstadtbrücke, wo der Niederschlesische Jakobsweg an den Oekumenischen Pilgerweg anknüpft, der im weiteren Verlauf in Richtung Hessen verläuft.

Station: Jakobskirch

Jakobskirch war Jahrhunderte lang ein bedeutendes Wallfahrtzentrum in der Nähe von Glogau, mit der über 1000 (991) Jahre alten Sankt Jakobus-Apostel-Kirche, dem zweitältesten Sakralbau Schlesiens.
Die Idee der Durchführung des heutigen Jakobsweges kommt von der “St. Jakobus- Bruderschaft“ aus Jakobskirch und von ihrem Vorsitzenden Henryk Karas.
Das Wegzeichen dieser Strecke ist eine weiße Muschel mit rotem Jakobskreuz. In Jakobskirch entspringt die Heilige Jakobusquelle.
Die Heilige Jakobusquelle

Heute

Nach der Wiederbelebung des Pilgerwegs zum Grab des Heiligen Jakobs wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO- Welterbe aufgenommen.
Aber schon im Jahre 1987 hatte der Europarat die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.
Ein Pilgerzitat im “Der Spiegel“ 42/2007 lautet:
„ Wer in Compostell tritt in die Capell, der fährt nicht in die Höll.“

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