Wörlitzer Park

von Maja Prée

„Hier ist’s jetzt unendlich schön. Mich hats gestern Abend wie wir durch die Seen Canäle und Wäldgen schlichen sehr gerührt wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen traum um sich zu schaffen…“ Schrieb Johann Wolfgang von Goethe an Charlotte von Stein während seines Besuches in Wörlitz im Mai 1778 1)

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Eine Wattwanderung

von Ute Lenke

Zum Weltnaturerbe Wattenmeer gehört seit 2009 das Gebiet vor der dänischen, deutschen und niederländischen Nordseeküste,

Wer mag, kann auf 12 000km Wanderwegen das gesamte, weite von der Nordsee und ihren Gezeiten beeinflusste Gebiet erkunden und dabei viel erleben, sehen und hören, vielleicht auch riechen und schmecken.


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Der Obergermanisch-Rätische Limes

von Dietrich Bösenberg

„Das mit Abstand größte archäologische Geländedenkmal Europas“ wird die Grenzbefestigung des Römischen Imperiums, der Limes auf deutschem Boden auch tituliert. 2005 wurde er in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

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Die Saalburg am Limes

von Angelika Ohly

Der Obergermanisch-Raetische Limes mit dem Saalburg Kastell ist ein Abschnitt der ehemaligen Außengrenze des römischen Reiches, Unesco Weltkulturerbe seit 2005.

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Die Hildesheimer Rose

von Ute Lenke

Der Dom St. Marien und die Michaeliskirche in Hildesheim zählen seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Doch ein Teil des Domes und für Hildesheimer Lokalpatrioten ein sehr wichtiger Teil ist der 1000jährige Rosenstock an der Apsis des Domes, der schon lange vor der Ernennung des Mariendomes zum Weltkulturerbe zur Berühmtheit des Domes und damit auch Hildesheims beigetragen hat. Von diesem Naturwunder möchte ich an dieser Stelle berichten.

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Eine Stadt als Weltkulturerbe

von Horst Westphal

Als erste Stadt in Deutschland wurde Lübeck von der UNESCO im Jahr 1987 unter den Schutz des Weltkulturerbes gestellt. Nachdem vorher nur Einzelbauwerke, wie z.B. der Aachener Dom diesen Titel erhalten hatten, wurde hier die das Stadtbild prägende historische Bausubstanz aus dem 13. bis 15. Jahrhundert und die Bemühungen um ihre Erhaltung gewürdigt.

Lübeck

Lübeck lernte ich 1945, wenige Wochen nach Kriegsende, kennen. Als 15jähriger war ich 1944 mit meiner Berliner Schulklasse als Luftwaffenhelfer eingezogen worden, zuletzt in britische Kriegsgefangenschaft geraten und wegen meines jugendlichen Alters nach sechs Wochen entlassen worden. So landete ich in der alten Hansestadt.

Die Zerstörungen des Bombenkrieges

Der Anblick war furchtbar. Ein Fünftel der etwa 100 Hektar großen, von Wasserläufen umgebenen Altstadt war zerstört – die Folge eines einzigen Luftangriffs der Royal Air Force in der Nacht zum Palmsonntag 1942. Es fielen – wie man heute weiß - 8.500 Bomben und vernichteten rund 1.000 Häuser und fünf der berühmten sieben Türme. Das war der Auftakt zu den über Jahre andauernden, verheerenden Flächenbombardements deutscher Städte.

Die Lübecker Vororte entgingen diesem Schicksal, aber auch in der Altstadt blieben im Zentrum des Bombardements wie durch ein Wunder einzelne der besonders wertvollen historischen Bauwerke erhalten. Das Holstentor gehörte dazu, das prunkvolle Rathaus aus der Hansezeit bekam nur einen kleinen Kratzer und auch das Heiligen-Geist-Hospital - heute von den Touristen bestaunt – blieb stehen. Von Thomas Manns Buddenbrookhaus blieb allerdings nur die Fassade stehen.

Nach meiner Ankunft in Lübeck lief ich durch Trümmerberge. Die sieben Türme gab es nicht mehr. Marienkirche, Dom und St. Petri waren schwer beschädigt, ihre Türme ausgebrannt und eingestürzt. Hier bewiesen die Lübecker ihren Bürgersinn: Mit Hilfe großer Spendensammlungen waren bereits bis zum Jahr 1960 die zerstörten Kirchtürme wiederhergestellt.

Auch damals: Heimatlose Flüchtlinge

Ich brauchte damals Arbeit, um eine Lebensmittelkarte zu erhalten. Freiwillig meldete ich mich für eine Tätigkeit in der von der Stadt ins Leben gerufenen Flüchtlingssuchaktion. Sie war gebildet worden, weil Hunderttausende von Vertriebenen, vor allem aus Ost- und Westpreußen im Lübecker Raum gestrandet waren und nach ihren Angehörigen suchten, von denen sie auf der Flucht getrennt wurden.

Diese Suchaktion war damals eine segensreiche Idee, die heute schon fast in Vergessenheit geraten ist. Ich führte ein Jahr lang die Ostpreußenkartei, bis die vorher hermetisch abgeschlossene Zonengrenze erstmals ein Zug nach Berlin passieren durfte. Ich fuhr nach Hause und ging wieder zur Schule.

35 Jahre später: Ein Stadtbild wurde saniert

Näher lernte ich Lübeck erst kennen, als ich aus beruflichen Gründen in die Stadt wechselte. Damals war die Sanierung der erhalten gebliebenen vier Fünftel der Altstadt bereits in vollem Gange. Man hatte erkannt, dass wegen der durch die Vernachlässigung der Bausubstanz in Kriegs- und Nachkriegszeiten den historischen Kaufmanns- und Bürgerhäusern der Abriss drohte.

Es waren die Einwohner selbst, die das nicht wollten. Es entstand die Bürgerinitiative Rettet Lübeck und gab den Impuls zu einem großen Sanierungsprogramm. Das Bewusstsein, historische Stadtquartiere zu erhalten, anstatt sie abzureißen und neue Häuser zu bauen, griff von Lübeck auf viele andere zerbombte Städte über. Lübeck bildete zum Erfahrungsaustausch eine Arbeitsgemeinschaft mit Bamberg und Regensburg, die ähnliche Probleme hatten.

Seit dem Erlass des Städtebauförderungsgesetzes 1972 flossen nach Angaben der Stadtverwaltung über 300 Millionen Mark in Sanierungsmaßnahmen in der Lübecker Innenstadt. In den letzten zehn Jahren wurden jährlich etwa 12 bis 15 Millionen Mark öffentliche Gelder der Sanierung zugeführt. Obwohl seit 1990 die staatliche Förderung stark reduziert wurde, werden auch heute noch im gesamten Altstadtbereich Häuser restauriert und dem heutigen Wohnkomfort angepasst – immer unter den gestrengen Augen der Denkmalschutzbehörde.

In die Welterbe-Liste aufgenommen

Die Erfolge der Stadtsanierung waren so eindrucksvoll, dass das Welterbe-Komitee der UNESCO mit dem mittelalterlichen Stadtkern der ehemaligen „Königin der Hanse“ erstmals in Nordeuropa einen ganzen Stadtbereich als Welterbe anerkannte. „Die Altstadt stellt als Gesamtkunstwerk ein hervorragendes Beispiel eines Siedlungsgebietes dar, das einen bedeutsamen Abschnitt in der Entwicklung der Menschheit versinnbildlicht“, so wird die Begründung der Ausschussmitglieder zitiert.

Heute legt Lübeck nicht nur Wert auf die Erhaltung historischer Bausubstanz. Auch Neubauten nehmen die Bürger durchaus kritisch unter die Lupe. Stadtbildpfleger und ein Architektengremium beurteilen die Pläne vor der Baugenehmigung.

Neubau nach alten Vorbildern

Ein besonderes Beispiel ist die erst in den letzten Jahren fertiggestellte Planung für den Neuaufbau des Gründungsviertels in einem Bereich unterhalb der Marienkirche Auf 38 Grundstückparzellen soll, so heißt es, ein zukunftsweisendes lebendiges Quartier mit individuellem Wohnen und Arbeiten entstehen. Dabei sollen auf mittelalterlichen Parzellen giebelständige Stadthäuser entstehen, die sich an den historischen Vorbildern orientieren.

Dieses Projekt wurde – auch wegen der Auflagen der Weltkulturerbe-Konvention – mit großem Aufwand realisiert. Es gab eine „Gründungs-Werkstatt“, in der Bürgerinnen und Bürger engagiert ihre Ideen und Vorstellungen einbringen konnten. Der Lübecker Gestaltungs- und Welterbe-Beirat wurde an der Planung ebenso beteiligt, wie das ArchitekturForumLübeck. Europaweit schrieb man einen Ideenwettbewerb zur Fassadengestaltung aus.

Inzwischen sind die ersten Bauarbeiten begonnen worden.

Weltkulturerbe im Geldbeutel

von Thomas Hirth

Neulich legte ich beim Bezahlen im Bäckerladen eine 2 € Münze auf den Tresen und sagte dazu: „Da drin habe ich einmal gewohnt.“ Die Verkäuferin war verunsichert, bis ich sie darauf aufmerksam machte, dass auf der Münze das Kloster Maulbronn abgebildet sei, das 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Im Jahr 2013 erschien diese Münze in einer Serie, mit der die einzelnen Bundesländer mit jeweils einem besonderen Baudenkmal vertreten sind. Und für Baden-Württemberg steht das Kloster Maulbronn. Das ist fast symbolisch, denn Maulbronn liegt im äußersten Südwesten des ehemaligen Württemberg, hart an der ehemaligen Grenze zu Baden.

 

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Rügens Königsstuhl

von Roma Szczocarz

Als ich auf der Insel Rügen den Königsstuhl und den Kreidefelsen besucht habe, fand ich dort ein besonderes Naturschauspiel vor.“ Denn eine solche Sehenswürdigkeit kann nicht von Menschenhand geschaffen sein…. Der Königsstuhl auf Rügen ist wohl der berühmteste Kreidefelsvorsprung der Stubbenkammer im Nationalpark Jasmin und auf der Ostseeinsel Rügen.“



 

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